Oktober 2009

FDP Chef Westerwelle: Alles ist verhandelbar?

Posted 02.10.2009 - 01:44 by magenbrot

"Alles ist verhandelbar" sagt Guido Westerwelle. Etwa auch das Wahlprogramm der FDP? Westerwelle schnuppert die Macht und will sie wohl auf alle Fälle bekommen. Die Wahl ist ja jetzt vorbei.. War ja nicht so gemeint...
Achja, Westerwelle will Außenminister werden... Hat den schonmal jemand englisch sprechen hören? Grauenvoll :) Hier empfehle ich euch auch gleich den sehr lustigen Twitter-Spaß-Account Westerwave ;)

Weiteres dazu in einem lesenswerten Artikel der Tagesschau.


Wahlerfolg der Piraten in Mittelfranken

Posted 02.10.2009 - 14:38 by magenbrot

vollkommen piratig klaue ich hier unsere Pressemitteilung vom mittelfränkischen Piratenportal :)

Der Bezirksverband Mittelfranken der Piratenpartei Deutschland feiert Wahlergebnis von über 3 Prozent. Die Bundestagswahl 2009 ist die erste Bundestagswahl an der die PIRATEN auf dem Wahlzettel vertreten waren. Aus dem Stand heraus schaffte es der Bezirksverband Mittelfranken über 3 Prozent der Bürgerstimmen für sich zu gewinnen. Dieses Ergebnis ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, wie jung die Piraten-Bewegung noch ist. Damit haben die PIRATEN das Wahlergebnis der Grünen beim Erstantritt 1980 zur Bundestagswahl (1,5%) sehr deutlich übertroffen. Besonders in den Städten Mittelfrankens konnte die Piratenpartei einen beachtlichen Erfolg verzeichnen und eine Hochburg etablieren. Den Auftrag des Wählers nimmt die Piratenpartei verantwortungsbewusst als Impuls auf und wird die nächsten vier Jahre weiterhin intensiv für Freiheit, Bildung und Bürgerrechte kämpfen und weitere Themen ausarbeiten. Das herrausragende Wahlergebnis wurde von ca. 100 Piraten in der "InDaBahn" Lounge in Nürnberg gefeiert.

Ergebnisse

Wahlkreis: Zweitstimme (Erststimme)
241 Ansbach: 2,1% (1,9%)
242 Erlangen
: 3,0%
243 Fürth:
2,8% (2,3%)
244 Nürnberg-Nord:
3,7% (3,2%)
245 Nürnberg-Süd:
2,6% (2,2%)
246 Roth:
2,1% (1,9%)

Stadt Erlangen: 3,7%
Stadt Fürth: 3,6% (3,0%)
Stadt Nürnberg
3,2% (2,8%)
Stadt Schwabach:
2,5% (2,0%)


PM der Piratenpartei zu den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP

Posted 05.10.2009 - 13:41 by magenbrot

(via piratenpartei.de)

Piratenpartei: Wort halten, FDP!
Mo, 05/10/2009 - 06:34 – Fabio Reinhardt

Pressemitteilung - Veröffentlicht am 05.10.2009

Die FDP machte sich im Wahlkampf für die Bürgerrechte stark und wollte für die Abschaffung von Vorratsdatenspeicherung und Internetzensur sorgen. Doch nachdem die CDU auf diesen Überwachungs- und Zensurmaßnahmen besteht, erklärt Guido Westerwelle sein komplettes Wahlprogramms plötzlich für verhandelbar. Die Piratenpartei fordert die FDP auf, in den heute beginnenden Koalitionsverhandlungen in Sachen Bürgerrechte standhaft zu bleiben.

Vor der Bundestagswahl waren Internetsperren, Überwachung und andere Beschränkungen der persönlichen Freiheitsrechte in den Fokus der großen Parteien geraten. Nicht zuletzt war es die Piratenpartei, die durch ihren gezielten Wahlkampf erheblich zur öffentlichen Wahrnehmung dieser Themen beigetragen hatte. Auch die FDP empfahl sich als Bollwerk der Bürgerrechte. Sie war mit dem Versprechen in den Wahlkampf gezogen, Bürgerrechte zu verteidigen und wiederherzustellen. Außer zur Vorratsdatenspeicherung äußerte sich FDP-Parteichef Guido Westerwelle unter anderem zum Netzsperrengesetz: »[...] wir werden auf keinen Fall akzeptieren, dass das Bundeskriminalamt unter dem Vorwand der Kriminalitätsbekämpfung im Internet ohne rechtsstaatliche Grundlage Sperrlisten anlegt. Das ist eine Zensur des Internets durch die Hintertür. [...] Aber ich bin gegen Maßnahmen, mit denen man keine Straftaten bekämpft, sondern nur eine Zensur einführt.«[1]

Auch Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) äußerte sich zum Zugangserschwerungsgesetz und zur Vorratsdatenspeicherung: »Die FDP in einer Regierungsbeteiligung sollte zügig das Gesetz von Frau von der Leyen zur Sperrung von Internetseiten stoppen, das noch bei der EU-Kommission liegt. [...] Außerdem muss eine neue Bundesregierung sofort die Anwendung der Vorratsdatenspeicherung aussetzen, bis das Verfassungsgericht entschieden hat.« [2]

Jetzt, nach der Wahl, ist die FDP in einer Position, in der sie der Union Zugeständnisse zugunsten der Bürgerrechte abringen könnte. Die Piratenpartei Deutschland, der die Bürgerrechte ganz besonders am Herzen liegen, sieht es als ihre Aufgabe und Pflicht an, auf die Durchsetzung dieser Ziele zu achten. Im Namen aller Wähler, die am 27. September für Bürgerrechte und Datenschutz gestimmt haben, fordert die Piratenpartei die FDP daher auf, keinen Koalitionsvertrag zu unterschreiben, der nicht eindeutig eine Kehrtwende in diesen Bereichen einläutet.

Die FDP muss dem »Horrorkatalog« (Zitat: Leutheusser-Schnarrenberger, FDP) des Bundesinnenministers eine klare Absage erteilen, plant Wolfgang Schäuble (CDU) doch die Aufweichung des Trennungsgebotes zwischen Polizei und Geheimdiensten. Stattdessen sollte die FDP Bürgerrechtsforderungen als unverhandelbare Punkte auf die Tagesordnung setzen.

Die Piratenpartei wünscht der FDP Standhaftigkeit in den Koalitionsverhandlungen. Sie wird das Verhalten der Verhandlungspartner und ihre künftige Regierungsarbeit besonders in puncto Bürgerrechten aufmerksam beobachten. Um dies zu unterstreichen, fordert sie alle Bürger dazu auf, sich heute um 14 Uhr an der Mahnwache für Bürgerrechte zu beteiligen, die in der Hiroshimastraße in Berlin stattfindet. Dort werden die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP stattfinden.

Quellen:
[1] http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-66436838.html
[2] http://www.netzpolitik.org/2009/antworten-der-parteien-zur-netzpolitik/

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bundespressestelle der Piratenpartei Deutschland
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umstrittene Internetsperren sind vorerst vom Tisch!

Posted 15.10.2009 - 21:48 by magenbrot

Die umstrittenen (weil nutzlosen) Internetsperren sind vorerst vom Tisch. Die FDP konnte sich in den Koalitionsverhandlungen in einigen wichtigen Punkten durchsetzen. So wurden z.B. auch die Hürden für Onlinedurchsuchungen höher gelegt.
Dies und mehr kann man ausführlicher in einem Artikel bei Spiegel Online nachlesen.

Update: oder etwa doch nicht? Fefe analysiert in seinem Blog den Spiegel-Artikel. weiterlesen...